apoBank-Umfrage zur Situation der Heilberufler

Apotheken sind besonders stark von Kostensteigerungen betroffen


Dr. Hubert Ortner

Steigende Inflation, sinkende Kaufkraft, zunehmende personelle Engpässe – kaum sind die Sorgen rund um die Corona-Pandemie abgeebbt, kommen neue hinzu. Wie wirken sich nun diese neuen Entwicklungen auf den beruflichen Alltag der Heilberufler aus? Dazu hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) unlängst ihre Kunden befragt. Rückblickend auf das letzte Jahr waren sie vor allem mit den steigenden Betriebskosten (69 %), dem Fachkräftemangel (59 %) sowie der Digitalisierung des Arbeitsplatzes (57 %) beschäftigt.

Der Großteil der befragten Selbständigen gab an, im letzten Jahr mit gestiegenen Kosten konfrontiert gewesen zu sein (86 %), die meisten nannten eine Steigerung zwischen 1 % und 25 %. Vor allem Apotheker waren von dieser Entwicklung besonders stark betroffen: 94 % gaben gestiegene Kosten zu Protokoll und nur 6 % im Vergleich zum Vorjahr vergleichbare Kosten. Einen Anstieg der Umsätze vermerkte dagegen im Schnitt nur jeder Dritte der Befragten. Bei den Zahnärzten waren es dagegen immerhin 40 %.

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass fast alle Heilberufler für 2023 mit weiter steigenden Ausgaben rechnen. Gleichzeitig geht die Hälfte von stabil bleibenden Umsätzen aus. Die Umfrageergebnisse deuten also auf eine wirtschaftlich angespannte Lage in vielen Praxen und Apotheken hin. Die politischen Maßnahmen zum Ausgleich von Inflation und höheren Energiekosten scheinen dabei aus Sicht der Befragten nicht ausreichend (74 %).

Abb. In meiner Apotheke haben sich 2022 ggü. 2021 verändert ...

Quelle: apoBank, 6/2023

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